Situative Winterreifenpflicht ab 1. November

Ab 1. November ist es wieder so weit: die situative Winterreifenpflicht tritt in Kraft. Aber was heißt das eigentlich? Wenn winterliche Fahrbahnbedingungen mit Schnee, Matsch oder Eis herrschen, muss dein Auto mit adäquaten Reifen ausgerüstet sein. Warte dabei nicht zu lange mit der Montage der neuen Reifen, denn die Schlangen vor den Werkstätten sind oft lang.


Aber was passiert, wenn es kracht und der Wagen des Unfallverursachers ist nicht mit Winterreifen ausgerüstet? Dann ersetzt dessen Haftpflichtversicherung dem Geschädigten zwar den Schaden, die Kaskoversicherung kann jedoch dem Lenker des Fahrzeugs mit Sommerreifen wegen „grober Fahrlässigkeit“ die Zahlung verweigern.

Für den Lenker des Wagens mit Sommerreifen wird es auch teuer, wenn er nicht beweisen kann, dass ein gleicher Unfall auch mit Winterausrüstung passiert wäre. Denn dann trifft diesen jedenfalls ein Teilverschulden und er wird vom Unfallgegner nicht den vollen Schadenersatz erhalten.


Tipp:

Lass deine Reifen so rasch wie möglich umstecken und wenn es bereits zu spät ist, fahre nicht mit dem Fahrzeug mit Sommerreifen, sondern weiche auf die Öffentlichen Verkehrsmittel aus oder fahre mit jemandem, der bereits die Winterreifen montiert hat, mit. So schützt du dich nicht nur von den negativen Auswirkungen durch Missachtung der situativen Winterreifenpflicht, sondern schützt auch die Umwelt.